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Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300, Schleswig

1577, Berlin

1600 - 1700, Finnland

1600 - 1840, Schottland

Osteuropa bis Russland:

Awaren*

Magyaren*

Slawen*

Ladoga, Staraya

Ladogagebiet

Rus "im Norden" Russlands

Gnedzdovo

Novgorod

Shitovichi

Beloozero

Krutik bei Pskov

die Krim & der Kaukasus

"Fundort-Sammlung" Rus

Technik: gefaltete Perlen

Truso, Polen

Lettland

Allgemein:

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Landkarte

Quelle:

google maps

Das Gräbrfeld umfasst 58 Bestattungen.
Die Perlen in R. sind das größte Fundensemble (56%) der Frauengräber, schrieb Schmid – mir erschließt sich nicht, wie der Verfasser auf die Berechnung gekommen ist, die Perlenanzahl ist jedoch beeindruckend.
Auf 8 Gräber verteilen sich 405 Perlen

viele schwarze, andere türkis- und bernsteinfarbene Perlen in zwei Reihen

Glasperlen Grab 5

Quelle: Schmid

Grab

Perlen

5

 74

12

 215

15

 30

20

 3

33

 7

41

52

 21

60

 9

66

 27

Die umfangreichen Inventare waren in mehreren Reihen um den Hals gelegt.

Ausgewählte Perlentypen des Gräberfeldes kurz vorgestellt

helle runde Perlen

I.1.1 Kugelige Perlen mit Goldfolie: datiert auf die Wende des 8./9. Jh. Sie sind in den Gräbern sehr selten und wurden zentral verwendet.

schwarze  runde Perlen

I.3.3 Hirsekornperlen: dies Perlen kommen nur in monochrom gelb bzw. schwarz vor, datiert auf das 8. Jh.

Melonenkernperlen#

II. Zylindrische/Tonnenförmige Perlen: in den Farben von glänzend-matt transluzid weiß bis dunkel blau schwarz, 2. Hälfte ds 8. Bis 1. Drittel des 9. Jh., helle Exemplare auch jünger.
Eine Sondergruppe bilden diese Perlen, wenn das Glas auf ein Bronzeröhrchen gewickelt wurde (II.4.1.)

Glasperlen mit Fasdenauflage

III Kegel: Diese sind nur mit 16 Exemplaren vertreten und gehören bis auf drei Exemplare alle zu Grab 5.

rechteckige blaue Glasperle, vierkantig

IV: Prismen, mit nur 6 Exemplaren die kleinste Perlengruppe. Datierung in das Ende des 8./ersten Drittel des 9. Jh.

schwarze Olivenkernperle

V: Melonenkernperlen. Die größte Perlengruppe, teilweise mit Bronzekern. Sie datieren vom letzten Drittel des 8. Bis Anfang des 9. Jh.

viele schwarze, andere türkis- und bernsteinfarbene Perlen in zwei Reihen

Replik der Glasperlenkette Grab 5

Das Perlenmaterial von Rákóczifalva ist charakteristisch (für die mir bekannten) awarischen Perlen. Die Kette sind (m.E. wie nicht anders zu erwarten und wie an anderen Orten verschiedenster Zeiten und Regionen) von sehr kurzen bis sehr umfangreichen Vertretern anzutreffen.

Aber im Detail, die Übersicht der Perlentypen je Grab, die Inventarzeichnungen und Abbildungen haben in der Summe der Perlen Abweichungen.
Diese pi x Daumen berücksichtigt bleibt es dabei, das die Melonenkernförmigen etwas über 50% des gesamten Perlenmaterials ausmachen.

Literatur

Schmid, Magdalena Maria Elisabeth: Das Gräberfeld von Rákóczifalva in Zentralungarn und die Chronologie des spätawarenzeitlichen Fundmaterials; Bonn, 2014


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020