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Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300, Schleswig

1577, Berlin

1600 - 1700, Finnland

1600 - 1840, Schottland

Osteuropa bis Russland:

Awaren*

Magyaren*

Slawen*

Kiewer Rus

Ladoga, Staraya

Ladogagebiet

Rus "im Norden" Russlands

Gnedzdovo

Novgorod

Shitovichi

Beloozero

Krutik bei Pskov

die Krim & der Kaukasus

"Fundort-Sammlung" Rus

Truso, Polen

Kaup bei Mochove

Technik: gefaltete Perlen

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Rus-Slawen, Ost-Slawen

Khodosivka-Roslavske, Ukraine

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Die Entdeckung

Landkarte staray Ladoga

Truso wurde am 31.12.1936 bei Bauarbeiten bei Elbing, Neustädterfeld, Polen, entdeckt. Viele Jahre wurde um die tatsächliche Lage der Siedlung, die in den Reisberichten Wulfstans erwähnt wird, gerätselt.

Agraffen, auch volutenförmige Anhänger genannt

Volutenförmige Anhänger

Zu den Funden der 25 Brandgrubengräber aus dem Jahr 1936 zählen Schalenspangen (eine mit einem volutenförmigen Anhänger an der Nadel), bronzene Ketten, sieben Armringe, zwei viereckige Bronzespangen (eine Spange davon hat einen volutenförmigen Anhänger an dem sich Teile einer bronzenen Kette fanden), eine Gerätfibel, Fingerringe sowie mehrere Perlen aus opakem und durchsichtigem Glas.

Glasperlen Rus Wikinger, Ovalspangen, Ketten

Glasperlen, Schalenspangen, Agraffen

Abb. aus: Neugebauer, Bernd: Ein wikingisches Gräberfeld in Elbing

In den durch Bauarbeiten zerstörten drei Gräbern fanden sich ein Amring, zwei Schalenspangen sowie ein volutenförmiger Anhänger mit Resten einer bronzenen Kette sowie und Reste mehrerer aus Bronzedrähten geflochtenen Halsringe. Eines der Frauengräber (bezeichnet als "Stelle 41") war besonders reich ausgestattet und und wies unter anderem eine Dosenfibel, sieben Armringe und etwa 100 Glasperlen auf (datiert in das 8. Jhr.).

Während über die Glasperlen keinerlei Aussagen getroffen werden können, zeigt sich die Nutzung volutenförmiger Anhänger als Aufhängevorrichtung für Ketten aus Bronze in mehreren Fällen. Des weiteren ist an anhand der verschiedenen Spangenkombinationen (Schalenspangen untereinander sowie Dosenfibel und Gerätefibel in einem anderen Grab) ein typischer skandinavischer festländischer als auch gotländischer Einfluß fest stellen.

Dies ist nicht verwunderlich, dennTruso lag verkehrsgünstig an einem Handelsweg, welcher von Birka im Norden über Visby auf der Insel Gotland in der Ostsee nach Truso führte. Der Ost-West-Handel konnte von Truso entlang der Ostsee bis Jütland und weiter im Inland bis Haithabu erfolgen.

Die Datierung umfasst das 8te bis 11. Jhr. n. Chr.

Doch zurück zu den Glasperlen. Das B. Neugebauer (1937) keine weiteren Angaben zu den Perlen machte, ist frustrierend. Aber die Mitteilung über den Fund selber ist auch nicht sehr umfangreich. Mit Glück habe ich jedoch ein Video (externer link) entdeckt das die Funde aus Truso im Elbing-Museum zeigt.

Literatur

Neugebauer, Bernd: Ein wikingisches Gräberfeld in Elbing, Reg.-Bezirk Westpreußen. In: Nachrichtenblatt f. d. deutsche Vorzeit. 1937, H. 3; S. 54 - 57..


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020