Textversion
StartseitePerlen bis 5. Jh. n. Chr.Perlen ab 5. Jh. n. Chr.KunterbuntKontakt, Rechtliches und ReferenzenAngeboteKunterbunt II

Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300, Schleswig

1577, Berlin

1600 - 1700, Finnland

1600 - 1840, Schottland

Osteuropa bis Russland:

Awaren*

Magyaren*

Slawen*

Kiewer Rus

Ladoga, Staraya

Ladogagebiet

Rus "im Norden" Russlands

Gnedzdovo

Novgorod

Shitovichi

Beloozero

Krutik bei Pskov

die Krim & der Kaukasus

"Fundort-Sammlung" Rus

Truso, Polen

Kaup bei Mochove

Lettland

Technik: gefaltete Perlen

Obereer Viliya Region

Rus-Slawen, Ost-Slawen

Allgemein:

Startseite

Perlen und Pferdehaar

„In einzelnen Fällen konnte beobachtet werden, daß die Perlen auf Pferdehaar aufgezogen
Waren“

JUSˇKO, A. A. (1967): Raskopki kurgana XI-XII vv. u s. Pokrov Moskovskoj oblasti (Ausgrabung eines Kurgans des 11.-12. Jh. beim Dorf Pokrov des Gebietes Moskau). – Kratkie soobsˇcˇenija instituta archeologii Akademii nauk SSSR 110: 48-53.

Datiert werden die folgenden Funde der ostslavischen Vjatiˇcen in die zweite Hälfte des 12. bis erste Hälfte des 13. Jh. datiert. Es
ist dies die Zeit zwischen dem Zerfall der Kiever Rus’ und dem Einfall der Mongolen.

Perlen

Eine weitere Form des Halsschmuckes bilden die Ketten. Die vjatitischen Halsketten
bestehen in der Regel aus einer großen Anzahl von Perlen, verschiedenartig nach Form
und Farbe. Häufig wechseln sich Perlen verschiedener Typen in einer Kette ab. In einzelnen
Fällen konnte beobachtet werden, daß die Perlen auf Pferdehaar aufgezogen
waren (JUˇSKO 1967: 48).
Am weitesten verbreitet waren bei den Vjatiˇcen kugelförmige Bergkristallperlen (Taf.
2/6), doppelpyramidenförmige Carneolperlen (Taf. 2/8) und kugelförmige gelbe Glasperlen
(Taf. 2/3, 5). Dabei wechseln sich am häufigsten die kugelförmigen Bergkristallperlen
mit doppelpyramidenförmigen Carneolperlen ab, wodurch sich ein kennzeichnendes
rot-weißes Muster ergibt (ARCICHOVSKIJ 1947a: 17; SEDOV 1982: 150). In Novgorod
datieren doppelpyramidenförmige Carneolperlen östlicher Herkunft in der Mehrzahl ins
12. Jh. (ENUKOV 1987: 191) und werden dort nicht später als im 13. Jh. angetroffen. Für das
"Novgorod des 14. Jh. ist das völlige Fehlen von Carneol- und Kristallperlen, aber auch von Schellen und goldenen und silbernen Perlen charakteristisch (RAVDINA 1965: 124).
Bei der Kartierung der kugelförmigen gelben Glasperlen zeigte sich, daß sie sich besonders im Moskva-Becken, am Oberlauf der Kljazma und an einem kleinen Teil des oberen Laufes der Oka konzentrierten. Hier, im zentralen Teil des Landes der Vjatiˇcen, existierte scheinbar ein Produktionszentrum für diese Perlen (NIKOL’SKAJA 1981: 115). Hauptsächlich gehören sie wohl zum 12. Jh. (ENUKOV 1987: 191).
Für die Datierung der Kurgankomplexe haben auch fäßchenförmige und zylindrische Perlen mit Gold- oder Silbereinlage, die in der Alten Rus’ vom 10. bis zum 12. Jh. lebten, große Bedeutung (NIKOL’SKAJA 1981: 115). Fäßchenförmige Perlen aus farblosem Glas, bei denen mit Hilfe einer dunkelgelben Unterlage eine Vergoldung nur vorgetäuscht werden sollte, waren von der Mitte des 11. bis zur Mitte des 13. Jh. verbreitet.
Dazu gehören auch zylindrische Perlen aus gelbem Glas. Funde von violetten Perlen sind dagegen relativ selten und datieren nach der Novgoroder Stratigraphie ins 12. Jh. (ENUKOV 1987: 191)."
Quelle:Heinrich, A. S. 105

Glasperlen der Rus-Slawen

Literatur

Heinrich Angelika: Ostslavische Grabfunde in der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums. Ann. Naturhist. Mus. Wien. 101A, 97-118.; 1999
» online hier (Stand: 27.10.2020)


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020