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Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300, Schleswig

1577, Berlin

1600 - 1700, Finnland

1600 - 1840, Schottland

Allgemein:

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Die Zeitstellung "Perlen ab 5. Jh. n. Chr." teilt Regional bzw. weiter chronologisch wie folgt auf:

*) mit Unterseiten.

Meine Lieblinge

Glasperlen der Wikinger, Alamannen, Slawen, Rus... mir fällt es persönlich auch schwer, das seinen Favoriten zu finden - und dann macht man das auch noch slebst...

Daher hier eine Vorschau von dem, was euch wohl gewogenen hier erwartet.


Eine der letzten Herausforderungen war der Wunsche einer Replik nach Birka Grab 854. Das Grabinventar. "91 Perlen, 1 gleicharmige Spange (Gruppe II B:1 mit Lochung und Ring), 2 vergoldete rechteckige Spangen mit Emaille, 2 vergoldete Spangen in Form von Pferden, 2 Beschläge mit Grat und je mit acht Löchern (Angabe nach Arbmann, 1943) sowie weitere Schmuckanhänger, ÄBS, Geschlecht weiblich; Taf:118 aus Bergkristall 3 kugelförmige Perlen , Durchm. 1,7, 1,65 & 1,2cm; aus Glas, mit Goldfolie: Taf 117:9, eine sechsfache Glasperle , fünf 5fache, acht 4fache, sieben 3fach

aus Bergkristall 3 kugelförmige, Durchm. 1,7, 1,65 & 1,2cm; aus Glas, mit Goldfolie: Taf 117:9, eine sechsfache, fünf 5fache, acht 4fache, sieben 3fache, vier doppelte, vier einfache, Länge 05,-4cm; mit Silberfolie: eine 3fache und eine einfache, Länge 2,1cm; eine ungefärbte scheibenförmige, Taf. 118 unten, Durchm. 2cm, auf einem glatten Silberring; 15 blaugrüne, sechseitig wie Taf. 121:19b, Länge 0,9-1cm; 2 blaugrüne erbsenförmig Durchm.. 0,6-0,7cm; eine ungefärbte, erbsenförmig, 0,75cm Durchm; 2 ringförmige seegrüne, geriffelt, Durchm. 1,4 & 1,5cm; 2 ringförmige seegrüne, glatt, Durchm 1,6 & 1,5cm, die eine mit eingeschmolzenen Stück roten Fadens; eine ringförmige ungefärbte mit zwei rotbraunen Augen, zwei diese querenden elippsenförmig; aufgelegten reliefbildenen gelbweissen Fäden Taf 120:3c, Durchm. 1,4cm; eine seegrüne mit drei roten Augen mit je drei weissen Flecken Taf. 120:3c Durchm. 1,3cm; eine ringförmige ungefärbte mit dunkelbraunen senkrechten Fäden, Durchm 1,2cm; eine grosse seegrüne, Taf 118 zwischen den Silberringen, Durchm 2 cm; eine grüne mit 4 Feldern, die abwechselnd Sterne und weiss-schwarz umrahmt rot Flecken zeigen; Taf. 120:9; Durchm. 1,2cm; 15 weisse, Durchm 0,8-0,9cm, erbsenförmig, davon eine mit eingeschmolzenen roten Faden, Taf 120:3b; zwei rote tonnenförmige, durchm 0,8 & 0,13cm; eine gelbe rohrförmige Durchm 0,7cm; eine melonenförmige blaue Fayenceperle Typas Tag 122:16, Durch. 1,6cm

Glasperlen aus Birka Grab 854 im Detail II

Glasperlen aus Birka Grab 854 im Detail II

polyedrische Glasperlen der Wikinger

links ca. 3g, rechts ca. 14g.

Nach Callmer (1976) gehören diese Perlen zur Perlengruppe B430 und B433. Sie sind häufig zwischen 790 – 820 n. Chr., dann sehr selten BP II, zwischen 845 – 860 wieder gewöhnlich. Später sind sie sehr selten.

zwei polyedrische Perlen im Größenvergleich, die eine 3cm lang und 1,5cmhoch (groß)

polyedrische Glasperlen

Fibelketten, Halsketten

Ob nun als Fibel oder als Halskette getragen, aufgestickt als Besatz für Glasperlen gibt es viele Verwendungen und auch dazu gehören Fibelketten, » Glasperlen mit Perlenkettenverteilern [2.323 KB] auf Gotland und » anderes.

Glasperlen, Gotland, Wikinger

Halskette mit Glasperlen

Mehrreighige Glasperlenktte mit stabförmigen Verteilern, gotländische Perlen; Perlen & Foto: Torben Barthelmie, Bohlenweg Groß Rhaden, 2009

Glasperlen der Wikinger aus Ribe

In Ribe gibt es keine Gräber dafür aber die variantenreichesten Streufunde die mir bekannt sind. einen ganz kleinen Teil habe ich repliziert.

lange doppelkonische blaue Perle, die Schultern mit gelb-roten Reticealle, die Mitte mit einer breiten Achterschleife aus einem weiß-roten reticella verziert

Glasperlen der Wikinger,Ribe, Streufund

Glasperlen der Wikinger in Haithabu

Haithbau war eine Siedlung und eine Handelsstadt der Wikinger. Und es gibt dort über 1000 Bestattungen.
Über die Glasperlen dieser beiden kann man nicht pauschal sprechen,
daher gibt es die Glasperlen in der Siedlung von Haithabu (» weiter)
und weiters zu den Glasperlen in den Gräbern von Haithabu (» weiter)

mehrere einfach segmentierte Glasperlen, eine Hälfte blau, die adnere weiß, diese mit rot/gelb-schwarzen Strahlenaugen

Glasperlen der Wikinger, Haithabu

Glasperlen der Wikinger aus der Vestfold

Der Bestattung finden sich 41 verschiedenfarbige Perlen, davon 5 mehrfarbige sowie 109 kleine, runde, blaue Perlen und vor allem: 24 schwarze Perlen mit gelben Tupfen. Dieser letztere Perlentyp findet sich nur an vier weiteren Fundstellen (Östergötland, Aska Frälsegard; Birka Grab 825; Birka Grab 847; Östa (Grab 2), Ärentua parish, Uppland SHM 25342) und dort nur mit ein bis vier Exemplaren.
Die Perlen wurden nicht "en bloc" ausgehoben, ich habe sie nach einem Vorbild der Angelsachsen aufgefädelt.

Anders aufgefädelt, als lange Halskette, auf jeder Seite 109 Glasperlen zu kleinen komplexen dreisträngigen Komplexen verarbeitet

Glasperlen, Wikinger, Vestfold

Glasperlen der Rus Wikinger in Ladoga

Es wurden 9.666 Glasperlen auf 2.048m⊃2; gesichert, wobei über 3.000 Perlen während des Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) verloren gingen.
Die Perlen wurden in neuen Gruppen unterteilt, z.B. der Gruppe II mit Schichtaugenperlen.
Schichtaugenperlen (es werden mehrere Schichten verschieden farbiges Glas aufeinander geschmolzen) sind vom 8. bis 9. Jh. mit 106 Exemplaren vertreten. Dies sind nur 1,64% aller Perlen.
Die Perlen sind meist gerundet, seltener glockenförmig, oval oder eiförmig.

Der Perlenkanal (1-3mm) ist gerade oder leicht bikonisch und kann am Austrittspunkt mit einem Auge verziert sein. Der Perlenkörper selbst ist bei einigen Exemplaren mehr oder weniger mit Bläschen zersetzt.

Glasperlen Rus Wikinger Staraya Ladoga

Glasperlen Rus Wikinger Staraya Ladoga

Glasperlen Rus Wikinger Staraya Ladoga

Glasperlen der Slawen

Hier etwas zu den Perlen von Stare Mesto, Glasperlen wurden in 78 der 294 Gräber angetroffen. Da mir tschechisch in Wort und Schrift nun einmal ein böhmisches Dorf ist, verlasse ich mich auf das Fazit von V. Hrubý, das Glasperlen in 55% der Bestattungen in Mädchen- und 30% Frauengräbern angetroffen wurden. (Die weiteren Bestattungen sind nicht bestimmbar.)

Viele der Gräber wiesen nur eine Perle auf, in der Regel waren es nach V. Hrubý 2-20 Perlen, nur selten waren es mehr. Grab Nr. 98 / AZ mit 49 Perlen; Grab Nr. 239/49 70 Perlen; im Grab Nr. 305 / AZ 60 und im 267/51 wurden 227 gezählt. Die größte der Halsketten im Grab Nr. 232/51 bestand von 813 Glasperlen. (Von so etwas habe ich schon eine Replik gemacht, s. Cákovce, Bez. Nitra, Grab 357 (Slowakei). Diese gilt allerdings als magyarisch (» weiter). Genau gesagt, ist dies ein Fund der Aparden.

slawische Glasperlen, Stare Mesto

Glasperlen aus einem Grab, Stare Mesto, Slawen

Glasperlen der Rus Wikinger in Beloozero

In Beloozero wurden 892 Glasobjekt auf 5500m⊃2;inventarisiert. Die Erde des Ausgrabungsgebietet wurde zusätzlich geschlämmt. (Quelle: Голубева Л.А., 1973. Весь и славяне на Белом озере. X–XIII вв. М.: Наука. 212 с.)

Die Glasperlen werden von Zakharov in 23 Gruppen gegliedert, da es sich um Streufunde handelt jedoch nicht weiter chronologisch beurteilt.

Repliken Rus Perlen


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020