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Ein weiterer beiläufiger Fund meinerseits

Hingegen hat schon 1900 M. Párducz mit treffenden Worten das Grab 2 dokumentiert „um die Handgelenke und Fußknöchel herum beiläufig 300 Stein-, Glas- und Muschelperlen“.
Für eine Sarmatische Frauenbestattung habe ich bei diesem Perleninvenar nichts anderes erwartet.

Für das Grab 4 gibt keine Aussage zur Fundlage. Für das Grab 10 ebenso, wobei diese Bestattung gestört war.

Zu den Perle von Grab 2 im Detail
An den Handgelenken und den Fußknöcheln ungefähr 300 Stück Perlen. Folgende Perlen fanden sich im Grab (ob sie bei den Fußknöcheln oder den Handgelenken zum Vorschein kamen liess sich nicht feststellen)
25 kubooktaederförmige blaue Glasperlen (Taf. XXII. 12.)
fünf Kalzium- und
96 Stück Korallperlen (Taf. XXIII. 3.);
fünf prismatische und
138 kubooktaeder förmige Karneolperlen (Taf. XXIII. 2.)
20 kubooktaaederförmige,
zwei mehrfach gegliederte runde,
11 kleinere runde, lilafarbige irisierende Glasperlen und
eine kubooktaederförmige Karneolperle (Taf. XXI. 1.)

Anm.: ich bin begeistert

Grab 4
60 kubooktaeder-förmige grauliche (aus blauem Glas?)
sechs ähnliche aus Karneol
sechs aus Koralle
drei grössere, rundliche aus weissem Stein (Taf. XXI. 9)

Hinzu kommen Funde aus vorher aufgewühlten Gräbern

Nr. 4, Perlenschnur
sieben kubooktaederförmige Karneolperlen,
fünf flache kubooktaederförmige aus grauem (?) Stein,
fünf ähnliche lilafarbige Glasperlen (Taf. XXI. 2.)

Nr. 11. Perlenschnur
zehn prismatische, eine flache, runde Perle aus Bernstein
vier kubooktaeder-iförmige aus blauem Glas
21 kleinere runde aus blauem Glas (Taf. XXIV. 1.).

Nr. 12, Armschmuck (?) aus Perlen:
drei prismatische
und eine größere zylindrische Perle aus Kalzium,
drei flache runde aus weisem Stein,
eine kubooktaederförmige aus blauem Glas und
eine ähnliche aus Karneol
(Taf. XXIV. 4.).

Nr. 13, Perlenschnur:
114 grössere, runde weisse, blaue, grüne, hell und dunkelrote opake Perlen (Taf. XXIII. 1.)

Die Tafeln

Fazit: Hunnen? Sarmaten?

"Besonders der Reichtum dieses Friedhofes an Perlen weist auf eine sarmatenartige Tracht bei dem Volke dieses Friedhofes (vgl. bes. das zweite Frauengrab) , was ein neuerer Beweis dafür ist, dass der grösste Teil der am Ende des IV. Jahrhunderts hier erscheinenden Hunnen unterworfenen Bevölkerung aus sarmatischen Volkselementen bestand."
(Párducz, M., S. 104)

Literatur

Párducz, Mihály: Der Spätsarmatische Friedhof von Törökkanizsa; in: Jahrbuch des Ferenc Móra Museums, Szeged; Ungarn, 1957: S. 93


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