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Perlen bis 5. Jh. n. Chr.:

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Römische Kaiserzeit:

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Skovgarde, DK, BBRC

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England, BBRC

um 10. bis ca. 70 n. Chr.

Finnland

Haarnadeln

Perlenarmut (?)

Fibel mit Mosaikeinlagen

Trilobitenperlen

Spinnrocken

Römisches Reich, die Herkunft von Perlen (?)

BBRC, TM126

BBRC, TM 128

BBRC, TM129

Sebes-Körös, UKR

Allgemein:

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In der Tracht im römischen Reich sowie in den Provinzen spielten Perlen keine so große Rolle wie im Barbaricum. Dennoch gilt das Römische Reich als Produzent und Exporteur von Glas und Glaswaren. Besonders entwickelt war die Glasproduktion in Syrien mit den Hauptzentren Sidon, Tyros und wahrscheinlich auch Antiochia, sowie in Phönizien und Palästina. In Alexandria sollen Mosaikperlen hergestellt worden sein, die Beweise fehlen jedoch.

Um Christi Geburt beginnt nördlich von Mailand die Tätigkeit italienischer Werkstätten. In Gallien wurde in Lyon, im Borbonnais und Pointu, der Vendee, in den Argonnen (hier wurden Mosaikwürfel und Perlen hergestellt), in der Eifel und an der unteren Loire Glas produziert und verarbeitet. Weitere Produktionsstätten für Glas sind Trier, Köln und Andernach. In Trier, Fundstelle Palais Kesselstadt, wurden Tiegel mit natürlichem Glas und verschiedene gläserne Schmucksachen, u.a. Perlen, gefunden. Dies scheint ein Zeugnis für die Glasperlenherstellung zu sein. Und: Für jede Werkstatt, die Glas produziert und verarbeitet, ist es ein leichtes, mit einfachen Mitteln Perlen zu produzieren.

Glasperlenwerkstätten im Römischen Reich

Im Vicus des Militärlagers von Tibiscum in der Provinz Dacia wurde ein Werkstattbereich freigelegt, in dem Fensterscheiben und verschiedenartige Gefäße aus Glas hergestellt wurden. An zwei Plätzen im Vicus wurde Glasschmuck hergestellt. Eine Werkstatt fiel im 3. Jahrhundert einem Feuer zum Opfer. Hier wurden nur runde, mattweiße Perlen produziert. Die zweite Glasperlenwerkstatt wurde auf die Zeit Trajans (98 - 117 n. Chr.) datiert und befand sich in einem Holzgebäude. Auch diese Werkstatt brannte zur Mitte des 2. Jahrhunderts nieder. Teilweise erhalten blieben zwei kleine Öfen zum Einschmelzen des Glases. Die Ofenwände sind mit einer Höhe bis zu 25 cm erhalten, das Bodenmaß betrug 40 x 28 cm. Die Öfen waren wahrscheinlich zur Seite offen. Neben den Öfen wurden viele mißlungene weiße Perlen, Glastropfen und Schmelztiegelbruchstücke gefunden. Neben dem zweiten Ofen befand sich ein zerbrochener Tonbehälter mit weißem und durchsichtigem Glasbruch. In der folgenden Wohnperiode zur Zeit des Marcus Aureilus (161 - 180 n. Chr.) wurde ein Steinhaus errichtet, welches ebenfalls den Flammen zum Opfer fiel. In diesem Steingebäude waren vier Räume, von denen nur zwei Räume Perlenfunde beinhalteten, einer davon ohne Handwerksmerkmale. Aufgrund der Perlen wird aber für diesen Raum der Handel mit Perlen vermutet. Des Weiteren befanden sich hier Amphoren mit Spuren von kobaltblauer und weichselroter Farbe, die als Färbemittel für das Glas gedient haben könnten. Im Werkraum fanden sich Produktionsabfälle, Metallstäbe, Messer, Tiegel mit Farbresten (weiß, blau, grün, schwarz) sowie in feinen Sand gelegte Perlen. Zu den Produkten dieser Werkstatt gehörten Glasringe, Ringsteine, Millefioriplättchen und Perlen.


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020