Textversion
StartseitePerlen bis 5. Jh. n. Chr.Perlen ab 5. Jh. n. Chr.KunterbuntKontakt, Rechtliches und ReferenzenAngeboteKunterbunt II

Perlen bis 5. Jh. n. Chr.:

Bronzezeit, Ha A - Ha B

Vorrömische Eisenzeit

Römische Kaiserzeit

Römische Kaiserzeit:

Dortmund-Asseln, Römisches Reich

Augst / Kaiseraugst, Schweiz, Römisches Reich

Halbturn, Österreich, Römisches Reich

Begenz, Österreich, Römisches Reich

Barbaricum

Sarmaten, HUN, SRB, BBRC

Zweeloo, NL, BBRC

Elbe bis Loire, BBRC

Thüringen, BBRC

Sonderjyulland, DK, BBRC

Skovgarde, DK, BBRC

Tilsit-Splitter, Polen, BBRC

England, BBRC

um 10. bis ca. 70 n. Chr.

Finnland

Haarnadeln

Perlenarmut (?)

Fibel mit Mosaikeinlagen

Trilobitenperlen

Spinnrocken

Römisches Reich, die Herkunft von Perlen (?)

BBRC, TM126

BBRC, TM 128

BBRC, TM129

Sebes-Körös, UKR

Allgemein:

Startseite

Die "Perlenarmut" der Thüringer

Perle TM 20

nach M. Tempelmann-Maczynka

Aufgrund der Brandbestattungen sind zahlreiche weitere Perlen unbestimmbar. Es lassen sich nur ungefähre Formen (rund, länglich, viereckig) und/oder Verzierungen (Streifen in grün, blau, gelb) erahnen. (Fundorte der Perlen: Altenburg , Apolda, Kölleda, Luckau, Neumark)

Erst während der Bildung des Thüringer Königreiches im späten 5. und sehr frühen 6. Jahrhundert aus Hermunduren, Cheruskern, Angeln und Warnen setzen sich Gräberfelder mit Körperbestattungen unter Beibehaltung der Beigabensitte durch. Viele dieser Gräber bleiben aber wohl aufgrund ihrer ungewöhnlichen Tiefe unentdeckt.

Das Thüringer Reich wird 531/534 durch die Franken zerstört.

Durch die fränkische Herrschaft finden sich nun nicht nur verstärkt fränkische Gegenstände auf thüringischem Boden, auch die Bestattungssitte mit weniger Beigaben wird übernommen. Ab Mitte des 7. Jahrhunderts finden sich hierdurch in Thüringen nur noch selten Beigaben in den Gräbern.

Frauengräber mit Glasperlen als Grabbeigabe sind daher auf thüringischem Boden generell selten. Halsketten des späten 7. Jahrhunderts finden sich aber z.B. in Gotha, Kiesgrube Walter.

Beispielhaft hier ein Perlenensemble aus Eisenach, entdeckt zum Ende des 19. Jahrhunderts. Der genau Fundort und die Fundumstände sind leider nicht bekannt.Bei den frühen Thüringern (300 – 400n.Chr.) finden sich aufgrund von Brandbestattungen nur wenige Beigaben.

Bilder zu den identifizierbaren Perlentyp TM 20, 87, 266, 304d die Bilder folgen in Kürze (schrieb ich 2006; Stand 02.11.2019. TM 20 ist da, muss aber noch überarbeitet werden)

Foto von verschiedenen Glasperlen der Germanen

Diese Glasperlentypen waren typische Massenprodukte der Spätmerowinger.

Literatur

Hans-Joachim Krenzke, Säschsisch-Thüringische Begräbnisstätten im Magdeburger Raum , Magdeburg 1998
Claudia Theune, Neun spätmerowingerzeitliche Perlen aus dem Raum Eisenach in Die G. Mildenberger Heden-Orte in Thüringen, Volker Schimpf, Leipzig, Wien
Die thüringischen Brandgräber der spätrömischen Zeit., Mitteldt. Forsch. 60, 1970.
M. Tempelmann-Mączyńska, Die Perlen der römischen Kaiserzeit und der frühen Phase der Völkerwanderungszeit im mitteleuropäischen Barbaricum. Römisch-Germanische Forschungen 43, Mainz, 1985.
Peter Ahrens, Sturm über Europa, Ullstein Verlag, München, 2002.


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020