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Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300, Schleswig

1577, Berlin

1600 - 1700, Finnland

1600 - 1840, Schottland

Osteuropa bis Russland:

Awaren*

Magyaren*

Slawen*

Ladoga, Staraya

Ladogagebiet

Rus "im Norden" Russlands

Gnedzdovo

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Shitovichi

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Technik: gefaltete Perlen

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Landnahmezeit

Nahe von Soroksár wurde neben der Ringstraße M10 ein Gräberfeld der Landnahmezeit durch die Magyaren (Wechsel 9./10. Jh.) ausgehoben.

Sechs der Bestatteten waren männlich, zwei weiblich. Nur in der Bestattung 7 wurden Glasperlen angetroffen (66 Ex.) Diese streuten vom Gesicht über die Schlüsselbeine bis zu den rechten Rippen.

Die Beschreibung lautet (in kurz):
verschiedene Formen
in den FarbenH hellblau und grüne
abgeflachte Kugel mit drei Augen verziert (Szilágyi 1994. Typ 58)
die länglichen opaken Prlen mit aufgewickelter Fadenauflage
weniger auffällige Typen sind die Kugel, und abgeflachte kugelförmige Perlen (Szilágyi 1994. Typ 7).

Ein mit Draht gefasster Edelstein (Berkgristall) und eine Kauri-Muschel vervollständigen das Ensemble.

Die Autoren äußern aufgrund der Fundlage die Vermutung, dass die Perlen ein Haarschmuck, in Haar geflochten oder auf Kleidung genäht gewesen sein können.

Ich werde dieses Grab nicht replizieren (da ich keine magyarischen Darsteller kenne), mich reizt der der Gedanke vorgeschlagenen Verwendung. Zum einen gebe ich hier nun noch die Abbildungen wieder, werde noch etwas zur Verwendung der recherchieren und präsentiere das Inventar in Worten:

66 Glasperlen und kaurische Schnecke:
1 weiß,
farbige Glasperlen (am Hals) ,
1 Stück grau farbige längliche Perlen Glasperlen (der Kopf links) ,
1 Stück braun länglich Glasperlen (auf der linken Seite des Kopfes) mit weiß-braunen Schichtaugen
mit weiteren flachen Glasperlen von weißer Farbe,
abgeschnittene Glasperlen (unter dem Kopf auf der rechten Seite).
1 weiß und braun mit drei abstehenden Tupfen verziert,
flache Pastenperlen (vor dem Gesicht an der rechten Schulter).

1 schwarze Glasperle,
1 weiße mit drei braunen abstehenden Tupfen verziert
(an der Innenseite der rechten Schulterspitze).

1 grün,
1 schwarze Ebene,
3 weiße Glasperlen
(zwischen den rechten Rippen).
Weiße zerbrechliche (?) Glasperlen 4 Stück (auf der Brust).
9 weiß und braun,
6 halb gebrochen,
4 grau Stabperlen mit farbigen grünen Rippen,
7 grüne melonenförmige,
3 kleine Perlen,
6 Glasperlen mit drei Tupfen verziert
unter dem Kopf.

1 Kaurischneck
auf der rechten Schulter

1 Stabperle
an der rechten Schulter.

2 melonenförmige grün gefärbte Glasperlen,
7 weiße und graue Perlen
Unterhalb (wo?)

Ich sollte wohl noch präsentieren, wieso die Glasprlen defiitiv keine Halskette darstellenf, die gibt es schon.

Foto von drei Glasperlenketten

Literatur

Bencze Zoltán-Szigeti Judit: Honfoglalás kori temető Soroksár határában (Cemetery from the Hungarian Conquest Period on the Route of the M0 Ring Road) Budapest Régiségei 42-43.2010.


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020