Textversion
StartseitePerlen bis 5. Jh. n. Chr.Perlen ab 5. Jh. n. Chr.KunterbuntKontakt, Rechtliches und ReferenzenAngeboteKunterbunt IIKleinstauflage Bücher 2020

Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300

1577

1600 - 1700 n. Chr.

Skandinavien:

Im Überblick

Die blau-weiß-roten Perlen der blauen Phase

Schweden

Norwegen

Schweden vs. Norwegen

Gotland vs. Baltikum

Dänemark

Männer und Glasperlen

Finnland

Island

Datierungen mit Perlen

Allgemein:

Startseite

Hier gibt es nur wenige Funde

n 22 Gräbern wurden 902 Perlen gefunden.

Grob zusammengefasst betrugen die Perleninventare:

Anzahl der Perlen

Anzahl der Gräber

21-30

7

6-10

5

51-60

3

11-15

2

16-20

2

61-70

2

81-90

1

152

1

Monochrome Perlen

484 Perlen sind monochrom, wobei 144 hiervon nicht näher bestimmt werden konnten. Am häufigsten sind blau transluzende Perlen (94), grün (dunkel) transluzende (61), weiße opake (52), türkis semi-translzende (41) und braun-rote opake (32).

Schwarz und dunkles amethyst (hell) transluzend sind sechsmal, klar und amethyst (dunkel) transluzend je fünfmal vertreten.

Drei grüntöne, hell opak, hell transluzend und semitransluzend sind je viermal. Weiteren Perlen sind nur vereinzelt anzutreffen, und sind somit die charakteristischen Minderheiten der Wikingerzeit. In Västmanland zählen hierzu:

Polychrome Perlen

Schweden, Väsmanland, Tuna, Grab 35

124 Perlen sind polychrom, wobei 13 Perlen nicht näher bestimmt werden konnten. Am häufigsten ist der Grundkörper weiß (25x). Fünfzehn dieser Perlen sind mi rot oder schwarzen Achterschleifen verziert, zehn mit schwarzen und roten, sich berührenden, Flecken.

16 Grundkörper sind grün, transluzend, verschieden groß, verziert mit unterschiedlichsten weißen, gelben, roten oder kombinierten Fadenauflagen. (J. Callmer führt 31 Varianten an, daher können diese nicht detaillierter hier beschrieben werden.

Sechs blaue, transluzend, Perlenkörper sind mit Strahlenaugen besetzt. Je vier Perlen sind wie folgt verziert:

schwarz, tonnenförmig, groß, zwei weiße Zickzackfäden, rote Mitte und Schultern

zahlreich 790 - 820, 950 - 960el weniger bis 885 dann wieder öfter zu finden bis 950 n. Chr.

4

weiß, tonnenförmig, schwarzer oder roter mittiger Zickzackfaden, rote Schultern

charakteristisch für 860 - 950 n.Chr., erstes auftreten 845 - 860, nach 950 nur noch selten

4

schwarz, groß, Strahlenaugen und weiße Achterschleifen

Wikingerzeit nicht gesichert, aber vorkommend

4

weiß, verschiedene dreischichtige Augen

zahlreich 790 - 820, 950 - 960el weniger bis 885 dann wieder öfter zu finden bis 950 n. Chr.

3

gelb, rote oder weiße Achterschleife

vertreten von 790 - 885, später nur Streufunde

3

grün, transluzend, verschieden groß, veschieden parallele Fadenauflagen, leicht verzogen

charakteristisch für 860 - 950 n.Chr., erstes auftreten 845 - 860, nach 950 nur noch selten

3

grün, transluzend, paarige Wellenfadenauflage, weiß-rot-weiß; rot-weiß; gelb, weiß-schwarz-weiß

charakteristisch für 860 - 950 n.Chr., erstes auftreten 845 - 860, nach 950 nur noch selten

3

türkis, opak, tonnenförmig, Strahlenaugen, rote Achterschleife

charakteristisch für 860 - 950 n.Chr., erstes auftreten 845 - 860, nach 950 nur noch selten

3

weiß, verschiedene Größen, rote oder blaue Zickzackauflage

vertreten von 790 - 885, später nur Streufunde

2

weiß, roter oder blaue Augen

häufig 790 - 820 n. Chr., zwischen 820 - 845 selten, zwischen 845 - 885 etwas häufiger, danach nur noch vereinzelt

2

schwarz, Schichtaugen gelb-blau; Achterschleife aus einem weißen Faden

790 - 845 n. Chr.

2

gelb, drei Strahlenaugen

häufig 790 - 820 n. Chr., zwischen 820 - 845 selten, zwischen 845 - 885 etwas häufiger, danach nur noch vereinzelt

2

blau, transluzend, zu viele Varianten, von J. Callmer nicht näher bestimmt :(

häufig 790 - 820 n. Chr., zwischen 820 - 845 selten, zwischen 845 - 885 etwas häufiger, danach nur noch vereinzelt

2

blau, transluzend, Schichtaugen in weiß-rot bzw. rot-blau, unregelmäßig platziert

erst ab 820 - 845, am häufigsten in 885 - 915, später aber durchgehend im 10. Jahrhundert

2

türkis, opak, rote Punkte

häufig zwischen 860 - 885, selten 790 - 860 und 885 - 950 n. Chr, danach nur noch sporadisch

2

Fazit

Die Perlen datieren primär in die Zeit 790 – 820 n. Chr., wobei sie auch noch bis 885 n. Chr. anzutreffen sind. Einzelstücke sind noch bis 960 n. Chr. in den Gräbern als Beigabe in Ketten zu finden.
Umfangreichere Ketten sind nicht selten, aber es ist Perlen mit weniger Exemplaöre sind, wie üblich, häufiger anzutreffen.

Eine » Zusammenfassung als PDF gibt es hie [164 KB] r.

Geblasene Perlen

Von 59 geblasenen Perlen sind 17 blau und bis zu sechsfach segmentiert, 14 haben einen bräunlichen Überfang über der silbernen Folienschicht. Elf sind aus klarem Glas, acht davon melonig gerippt, drei segmentiert. Fünf Perlen sind blau, melonig gerippt.

Die Minderheiten der folierten Perlen können dem obigen pdf entnommen werden.

In Västmanland sind die vorherrschenden Farben blau, bräunlich und klar.

Geschnittene / Gesägte Perlen

Von 87 Perlen sind mehrheitlich 51 braun opak. Nur 14 sind gelb, 12 grün transluzend, sieben klar semitransluzend, drei türkis transluzend.

Die geschnittenen Perlen treten primär von 848 bis 960 n. Chr. und 950 bis 960 n. Chr. auf. Ansonsten sind sie selten.

Mosaikperlen

Mosaikperlen sind nur zweimal vertreten.

Karneol-, Bergkristallperlen

Bergkristallperlen sind 49 mal vertreten, Karneol mit 96 Exemplaren. (hier werde ich später eine detaillierte Übersicht einstellen, Stand 29.05.2016)

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Repliken

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020