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oder: twisted cable beads


Glasperlen mit verdrehter Fadenauflage (engl.: annular twist beads) treten erstmalig gegen 40 n. Chr. in den Siedlungen und Gräbern in Groß Britannien auf.

Die Glasperlen mit bis zu 3 cm Durchmesser sind immer transluzend, die Fadenauflage kann aus einem durchsichtigem und einem undurchsichtigem oder zwei durchsichtigen verdrehten Fäden bestehen.

twisted cable beads

Glasperlen mit verdrehter Fadenauflage

Zur Herkunft der Perlen, ob es sich um römische oder einheimische Produkte handelt, kann keine Aussage getroffen werden.

Eine einheimische Produktion ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, denn nur eine einzige dieser Perlen ist ausserhalb von Groß Britannien anzutreffen.

42 Perlen dieser Art wurden für die Zeit des 1. bis 5. Jhr. n. Chr. bisher entdeckt. 11 dieser Perlen haben einen grünen, 10 einen blauen, 6 einen braunen bzw. goldbraunen, 3 einen gelben und eine einzige Perle einen durchsichtigen Grundkörper. Die Fadenauflagen sind in der Regel aus den Farben blau-weiß oder gelb-grün. Seltener sind die Kombinationen blau-gelb, blau-rot, blau-grün, purpur-weiß oder weiss-braun.

Nach dem 5. Jhr. bis zum Ende des 6. Jhr. sind diese Glasperlen nicht anzutreffen.

Sie treten erst wieder in der Zeit vom 7. und 8. Jhr. mit 20 Exemplaren auf.

Während die Glasperlen römischer Zeit, der ersten Phases des Auftretens, immer nur eine Fadenauflage aufweisen, können die Perlen jüngerer Zeit durchaus mehr als eine Fadenauflage Aufweisen.

Ob es sich bei den Perlen der jüngeren Zeitstellung um Alt-Exemplare handelt oder die Tradition dieser Perlen wieder aufgenommen wurde ist nicht fest stellbar, denn hierfür müssten die Gläser chemisch analysiert werden, was bis heute nicht geschehen ist.

Literatur

Brugmann, Birte: Glass Beads form Early Anglo-Saxon Graves. Oxford, 2004.
Geake, H.: The Use of Grave-Good in Conversion-Period, England 650 - 850. BAR British Series 261. Oxford 1997

Guido, Margaret: The Glass Beads of the Prehistoric and Roman Periods in Britain and Ireland. Reports of the Research Committee of the Society of Antiquaries of London, No. XXXV. Londen, 1978.

Guido, Margaret: The Glass Beads of Anglo-Saxon England c.AD 400-700. Reports of the Research Committee of the Society of Antiquaries of London, No. 58. London, 1999

Funcats
- in iner Arebit auf die ich später noch eingehe werden diese Perlen erst einmal nur als "annular", eben nur "ringförmig" bezeichnet. Da fehlt was

- die Autorin B. Bruggman kannte den Fund aus Norwegen nicht. Eine Reaktion auf meinen Hinweis über diesen habe ich nicht erhalten

Reticellaperle, Nr. 2 von links

In Aust Agder, ARENDAL (ØSTRE MOLAND, AUSTRE MOLAND), Gunnilsdbu Gard 38, wurde eine aus England stammende „cable bead“ entdeckt. Dies ist die einzige Perle dieser Art die ausserhalb von Groß Britannien gefunden wurde. Wer mehr zu diesem Perlentypen wissen möchte liest unter Mitteleuropa, Grioß Britannien weiter Bildquelle:, Stand 03.11.2011 http://www.unimus.no/arkeologi/#/detailsView?search=C30357


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