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Ja, dazu gibt es Überlegungen. "Susanne Fabrizii- Reuer und Reuer haben in der Bearbeitung des anthropologischen Materials Überlegungen zum Sterbezeitpunkt in Pottenbrunn Begrabenen angestellt, dazu stützten sie sich auf die Auswertung der Orientierung der Gräber.

Im Winterhalbjahr wären daher 43 Erwachsene und 49 Kinder gestorben, während im ommerhalbjahr 17 Erwachsene und 11 Kinder zur Ruhe gebettet wurden.

Dass die Abweichung der Graborientierung Rückschlüsse auf den Sterbezeitpunkt erlaubt, beruht auf der Annahme, dass Bestattungen auf die Sonne ausgerichtet wurden (z.B. christliche Bestattungen auf die Ostersonne bzw. diejenigen, die von der W-O Richtung abweichen, auf den Sonnenaufgang des Tages des Grabaushubes.

Petschko merkt an, das aber nicht immer lokale Gegebenheiten einen einwandfreie Blick auf die Sonne zulassen und "Es fällt auf, dass benachbarte Gräber in Pottenbrunn dazu neigen, ähnlich orientiert zu sein. Weiters gibt es, von Nachbestattungen abgesehen, kaum Überlagerungen (mehr dazu unten).
Es kann daher davon ausgegangen werden, dass beim Anlegen eines neuen Grabes auf benachbarte Gräber Rücksicht genommen wurde, was wiederum schließen lässt, dass die Gräber oberirdisch markiert waren. Diese oberirdischen Markierungen hinterließen keine sichtbaren Spuren im Erdreich bzw. wurden keine beobachtet."

Was ja zu der Frage führt, ob die Gräber früher markiert wurden. Ich kenne einige wenige Beispiele (Siehe "» Gemeinsam Schöner Sterben" [1.083 KB] ).

Literatur
Petschko, Irene Maria: Das karolingerzeitliche Gräberfeld von Pottenbrunn, Niederösterreich; Wien, 2013


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020