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Perlen ab 5. Jh. n. Chr.:

Skandinavien

Mitteleuropa

Osteuropa bis Russland

1.200, Nienover

1.300, Schleswig

1577, Berlin

1600 - 1700, Finnland

1600 - 1840, Schottland

Skandinavien:

Im Überblick

Die blau-weiß-roten Perlen der blauen Phase

Schweden

Norwegen

Schweden vs. Norwegen

Gotland vs. Baltikum

Dänemark

Männer und Glasperlen

Finnland

Island

Friesen

Datierungen mit Perlen

Allgemein:

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transluzende türkise Glasperle mit weißer Wellenlinie

Glasperlen der Wikinger, Haithabu

Die häufigste Perlenform in Haithabu sind scheibenförmige Perlen, wobei die Unterscheidung zu den ringförmigen Perlen, die in ihrer Häufigkeit gleich auf folgen, sehr schwierig ist. Zusammen machen diese beiden Perlentypen über 50% des Fundmateriales aus.

Gefolgt werden diese beiden Perlentypen von hohlgeblasenen Perlen.

Relativ häufig vertreten sind noch tonnenförmig bis gedrückt kugelige Perlen (175%) sowie segmentierten (ca. 11%) und melonig gerippten Perlen (5%). Andere Perlenformen sind nur in einer verschwindend geringen Minderheit vertreten. Die vorherrschende Farbe der Perlen ist bla, gefolgt von grün und gelb. Farben wie weiß, graublau, dunkelrot und anderen ist verschwindend gering.

Glasperle, grün transluzend tonnenförmig, rot-gelbe spiralig umlaufende Fadenauflage

Glasperlen der Wikinger, Haithabu

Von den 7.141 Perlen aus Haithabu sind lediglich 548 (7,8%) polychrom. Zu den üblichen Mustern gehören Zickzackfäden in verschiedenen Varianten, als auch Punkte, Flecken, und einfache Fadenauflagen. Die örtliche Produktion scheint auf relativ einfache und vor allem einfarbige Perlen beschränkt gewesen zu sein. Von der örtlichen Produktion kann ausgegangen werden, da vor Ort Verarbeitungsreste gleicher Farbe wie in den Perlen vorkommend angetroffen wurden.

Die elf Perlen in Mosaiktechnik gefertigt können daher als Importware angesprochen werden.

Glasperlen aus Haithabu, Wikingerzeit, Streufunde

(Bilder: 2020, Spiegelreflexcamera)

Glasperlen mit Mosaiken / Strahlenaugen

(Bild: prä-Spiegelfreflexcamera)

Glasperlen mit Mosaiken / Strahlenaugen

Bei der anderen Perle aus klarem Glas wurde eine zerbrochene Perle mit Strahlenaugenmuster eingeschmolzen, bei der dritten Unikat handelt es sich um eine gebogene, dreifach segmentierte Perle. Zwei Segmente sinde blau, das dritte weiß mit Strahlenaugen verziert.

Ebenso ist die Perle unten links im Vordergrund. Die segmentierte und gebogene Perle besteht aus drei Rippen in zwei Farben.
Dazu wurde der weiße einzelne Teil mit einem Strahlenauge verziert

Die vierte auffällige Perle ist eine keltische Perle aus klarem Glas mit einer dünnen Schicht aus gelben Glas im Kern. Diese Perle ist ein Altstück und zum Zeitpunkt der Wikinger bereits mindestens 1300 Jahre alt.


Quelle: Peter Steppuhn: Die Glasfunde von Haithabu; Berichte über die Ausgrabungen in Haithabu, Bericht 32, Wachtholz Verlag Neumünster, 1982


@ Torben Barthelmie, 2003 - 2020