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Zu den Prunkgürteln zählen


- Gürtel mit mehreren Riemen (weiter)
- Gürtel mit Prunkquasten (weiter)

Gürtel mit mehreren Riemen

Auf Gotland gab es verschiedene Prunkgürtel, hier einer meiner zwei.

Eines der wenigen intakten Gräber anhand dessen sich die Gürteltracht mit sehr dicht beieinander sitzenden (herabhängenden) Riemen rekonstruieren lässt findet sich in Grötlinbo, Barshalder (SHM 27296:8) (verwendet in der Stufe VIII:3 - VIII:4).
Die herabhängen den Riemen sind an den oberen Beschlägen mit verbunden, ähnlich den Befestigungsplatten für Prunkquasten. Diese Befestigungsweise habe ich gewählt, da sich nicht in jedem Grab in dem herabhängende Riemen nachgewiesen worden sind auch Riemenverteiler gefunden worden sind.

Eine versteckte Gürtelschnalle (nach dem Trachtstil der Magyaren und wie auch in Birka nachgewiesen) ist nicht feststellbar, die Gürtelschnallen waren ebenso aufwendig gearbeitet wie die Riemenverteiler oder anderen Beschläge.
Welche Bedeutung die mehrfachen Riemen haben ist nicht feststellbar.

Anmerkung:
In keinem der Gräber auf Gotland wurden zwei Schnallen in der Taillenregion gefunden, die Gürtel werden somit nicht die haltende Funktion für Hosen gehabt haben. Diese werden wohl durch ein unansehnlicheres Funktionsmittel fixiert worden sein.




Mit meiner Gürtelrekonstruktion der Prunkgürtel auf Gotland ist dieses Kapitel aber nicht abgeschlossen.

Lena Thunmark-Nylén selbst zeigte in "Tva Gravar fran Gotlands missionstid" (in TOR IXI, Uppsala, 1983) für ein Grab 3 Varianten der Rekonstrkutionsmöglichkeiten.

Hablingo, Grab 197



Gürtel mit Prunkqausten

Bild und Text folgt

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