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Alamann, Altheim, westfränkische Einflüsse

Enttäuschung

Ich dachte, "Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Altheim, Stadt Blieskastel, Saar-Pfalz-Kreis" von Michael Merkel (Hamburg, 2004) wäre ein tolle Arbeit, um ein paar Repliken eine Bestattungsplatzes des 6./7. Jh. mit alamannischen und westfränkischen Einflüssen zu machen. Ich habe dann kurz vor 7 mit der Ausarbeitung bekommen. Es sind tolle Sachen dabei
Kindergrab (8-9 Jahre) Nr. 30: hier nur das Ketteninventar: An ihr hingen mehrere Gegenstände: eine Bronzemünze (3e), eine türkise Perle (3a), ein Bronzeschälchen (3c), eine blauweiße Glasscherbe (3d) sowie ein bronzener Fingerring (3b)

Interessant, Grab 56 (weiblich) mit zwei Spielsteinen 56:
a Runder, flacher Spielstein aus dunkelblauem, transluzidem Glas. Dm. 2,4cm
b Leicht ovaler, flacher Spielstein, dunkelviolett, transluzid, vermtl. aus Amethyst. Dm. 0,9cm

Zum Thema: Männer und Perlen
Bestattung 64, Der Tote trug eine Bernsteinperle (1) in der Halsgegend.

Grab 82, Kindergrab männlich, Beim Bergen der Schädelreste fand sich eine Bernsteinperle, fragmentiert, unregelmäßig linsenförmig, 17,0mm.

Grab 96, männlich, An der rechten Seite des Unterkiefers eine Bernsteinperle (1),nregelmäßig zylindrisch, A-La. 13.40mm.

Und jetzt das böse Erwachen.
Zum Grab 56, den Spielsteinen, gibt es keine Zeichnung.

Eine Zuordnung von Perleninventaren zu den Zeichnungen ist schier unmöglich. Es gibt kein Farbschemata, die Reihenfolge der beschrieben und gezeichneten Perlen hat für mich bei den umfangreichen Inventaren keine mir ersichtliche Übereinstimmung ergeben.

Wenn jemand sich hier Repliken erwünscht, ich kann da gerne etwas machen, aber ich werde auf diesen Bestattungsplatz keine weitere Zeit verwenden.

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