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Die Glasperlen des Grabhügels Magdalenenberg

(Thea Haevernick in Konrad Spindler, Magdalenenberg V, 1977, S. 137 - 139)

In dem Grabhügel Magdalenenberg bei Villingen mit insgesamt 136 Bestattungen, davon mit 126 Nebengräber (Doppel- oder Nachbestattungen), fanden sich Glasperlen nur in Grab 5, 10, 16, 68, 79 und 99. Es handelt sich ausschließlich um Frauen- bzw. Mädchengräber. Nur in 2 Gräbern (5 und 99) wurden mehr als eine Perle gefunden, wenn man die Bernsteinperlen dazu rechnet. Die Perlen lassen sich alle aufgrund weiter Grabbeigaben datieren.


Zu den Perlen

Grab 6: ringförmige Perle, Dm. 0,9cm, L. 0,4cm aus klarem leicht grüngelblichem Glas

Grab 68: zwei kleine hellblaue Perlen mit "Sandkern"; dies wird hervorgehoben, da hierdurch nachgewiesen werden kann, dass diese Perlen auf einem Stab mit Trennmittel gefertigt worden sind; Dm 0,9 cm, L 0,4 cm. Eine braunschwarze Glasperle mit drei erhaltenen und beschädigten hellopakgelben Noppe, Dm 0,4 cm, L 0,3 cm (Vergleichsfunde in Italien, dem Balkan, Slovenien). Eine braunschwarze Perle, Dm. 0,4 cm, L. 0,2cm (wie die Stickperlen in Sticna zur Ha D)

Grab 69: eine relativ große Glasperle, Dm. 1,5cm, L. 1,3cm, die jetzt grünlich-grau erscheint. Sie war mit einem, jetzt ausgefallenen Zickzackfaden verziert, wobei über diesen Faden ein opak-rotes Band von 2 mm Breite gelegt war. Die hier anhaftenden Reste des ausgefallenen Zickzackfadens scheinen weiß gewesen zu sein. Ein Vergleichsfund zu dieser Perle ist nicht feststellbar.

Grab 5, 10, 79: schwarz-braunes Glas mit zitronengelber Verzierung. Die Perlen in diesen Gräbern sind aus mäßig-gut durchgeschmolzener Glasmasse mit je drei Doppelkreisaugen;
Grab 5: Dm. 1,0cm, L. 0,6cm
Grab 79: Dm. 0,9cm L. 0,65cm
Die Perle aus Grab 10 ist wesentlich schlechter gearbeitet, fast dreieckig und das Glas dürfte eher dunkelmoosgrün sein. Die Ringe sind hier nicht gleichmäßig aufgelegt, einer wurde nicht vollendet. Dm. 1,1cm, L. 1,0cm.

Diese Perlen sind charakteristisch für das südliche, östliche und südöstliche Hallstattgebiet. Hauptsächlich werden sie in der Ha C verwendet, seltener in der Ha D.

Glasperlen der Hallstattzeit

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